Autor: Sergio Kohlbacher

  • Google Ads Audit: Worauf wir achten

    Google Ads · Audit

    Google Ads Audit: Worauf wir achten.

    Bevor wir eine Kampagne anfassen, prüfen wir das Fundament. Diese sechs Punkte entscheiden, ob Ihr Budget auf Anfragen arbeitet oder auf Klicks.

    29.10.2026Lesezeit 4 MinutenVon SEMSEA
    GOOGLE ADS · AUDIT Erst prüfen, dann optimieren. Sechs Punkte, die wir zuerst ansehen. semsea. AUDIT-CHECKLISTE Conversion-Tracking Consent Mode v2 Gebotsstrategie Suchbegriffe Landingpages Reporting
    Inhalt

    Ein schwaches Google-Ads-Konto scheitert selten an der Anzeige. Meist liegt das Problem eine Ebene tiefer: Google bekommt falsche Signale, optimiert deshalb auf das Falsche, und niemand merkt es, weil das Reporting die gleichen falschen Zahlen zeigt.

    Darum beginnt jedes Audit bei uns mit denselben sechs Fragen. Erst wenn diese Basis sitzt, lohnt sich die Arbeit an Anzeigentexten, Keywords und Budgets.

    Auf einen Blick
    1. Conversion-Tracking
    2. Consent Mode v2
    3. Gebotsstrategie
    4. Suchbegriffe & Ausschlüsse
    5. Landingpages
    6. Reporting
    01

    Misst das Konto, was wirklich zählt?

    Smart Bidding optimiert auf genau die Aktionen, die im Konto als primäre Conversions hinterlegt sind. Stehen dort Seitenaufrufe, Klicks auf die Telefonnummer oder Scrolltiefe gleichrangig neben echten Anfragen, kauft Google bevorzugt die billigen Signale ein.

    Wir prüfen deshalb, welche Conversion-Aktionen primär zählen, ob Conversions doppelt erfasst werden (etwa über den Google-Ads-Tag und zusätzlich über einen GA4-Import) und ob die Zählweise passt: Bei Leads in der Regel „eine“ pro Klick, bei Käufen „jede“.

    Woran Sie es erkennen
    • Im Konto stehen deutlich mehr Conversions, als Anfragen im Postfach ankommen.
    • Die Conversion-Rate wirkt zu gut, um wahr zu sein.
    02

    Ist Consent Mode v2 sauber eingebunden?

    Für Nutzer im EWR erwartet Google seit März 2024 Consent Mode v2, damit Remarketing und personalisierte Werbung weiter funktionieren. In der Praxis sehen wir oft Banner, die zwar angezeigt werden, die Einwilligung aber nicht oder zu spät an Google übergeben.

    Wir prüfen den Standardzustand vor der Einwilligung, die Signale ad_user_data und ad_personalization, die Reihenfolge der Tags im Tag Manager und ob die Einbindung im Basic- oder Advanced-Modus läuft. Ziel ist eine Lösung, die datenschutzkonform ist und trotzdem möglichst wenig Messdaten verliert.

    Woran Sie es erkennen
    • Die Conversions sind mit Einführung des Cookie-Banners spürbar eingebrochen.
    • Die Diagnose im Google-Ads-Konto meldet Probleme beim Einwilligungsmodus.
    03

    Passt die Gebotsstrategie zur Datenlage?

    Ziel-CPA und Ziel-ROAS sind starke Werkzeuge, brauchen aber genug verlässliche Conversions. Fehlen die, schwankt die Ausspielung oder die Kampagne kommt kaum ins Laufen. Umgekehrt verschenken Konten mit guter Datenbasis Potenzial, wenn sie dauerhaft auf Klicks bieten.

    Wir sehen uns an, welche Strategie pro Kampagne läuft, wie realistisch die Zielwerte sind und wie oft daran gedreht wurde. Häufige Änderungen werfen den Algorithmus jedes Mal zurück in die Lernphase.

    Woran Sie es erkennen
    • Das Tagesbudget wird regelmäßig nicht ausgeschöpft, obwohl Nachfrage da ist.
    • Der Änderungsverlauf zeigt fast wöchentlich neue Zielwerte.
    04

    Wohin fließt das Budget tatsächlich?

    Keywords sagen nur, worauf Sie bieten. Der Suchbegriffbericht zeigt, wofür Sie bezahlen. Gerade mit weitgehend passenden Keywords und Performance Max landen Anzeigen schnell bei Suchanfragen ohne Kaufabsicht, bei Jobsuchenden oder bei Mitbewerbernamen.

    Wir prüfen die Suchbegriffe der letzten Monate, die vorhandenen Ausschlusslisten auf Konto- und Kampagnenebene und ob Markensuchen sauber von generischen Kampagnen getrennt sind. Bei Performance Max ziehen wir zusätzlich die Suchbegriff-Insights und Marken-Ausschlüsse heran.

    Woran Sie es erkennen
    • Es gibt keine oder nur eine sehr kurze Liste ausschließender Keywords.
    • Ihr eigener Firmenname bringt einen großen Teil der „neuen“ Conversions.
    05

    Hält die Landingpage, was die Anzeige verspricht?

    Der Klick ist bezahlt, die Anfrage noch nicht. Passt die Seite nicht zur Suchanfrage, lädt sie am Handy langsam oder versteckt das Formular, geht ein Teil des Budgets genau hier verloren. Die Nutzererfahrung auf der Landingpage fließt außerdem in den Qualitätsfaktor und damit in Ihre Klickpreise ein.

    Wir gleichen Anzeige und Zielseite ab, prüfen Ladezeit und Darstellung am Handy und testen, ob das Absenden des Formulars auch wirklich als Conversion ankommt.

    Woran Sie es erkennen
    • Alle Anzeigen führen auf die Startseite.
    • Der Qualitätsfaktor zeigt bei der Landingpage-Erfahrung „unterdurchschnittlich“.
    06

    Zeigt das Reporting Geschäftszahlen?

    Klicks, Impressionen und CTR sind Arbeitszahlen. Für Entscheidungen brauchen Sie Kosten pro Anfrage, die Qualität der Anfragen und im besten Fall den Umsatz, der daraus entsteht. Erst dann lässt sich Budget gezielt dorthin verschieben, wo es am meisten bringt.

    Wir prüfen, ob Anfragen aus dem CRM zurück in Google Ads fließen, etwa über erweiterte Conversions für Leads oder Offline-Conversion-Importe, und ob der monatliche Bericht diese Zahlen verständlich einordnet.

    Woran Sie es erkennen
    • Sie wissen nicht, was eine Anfrage im letzten Monat gekostet hat.
    • Der Bericht besteht aus Tabellen ohne Einordnung und Empfehlung.

    Fazit: Erst das Fundament, dann die Feinarbeit.

    Keiner dieser Punkte ist spektakulär. Zusammen entscheiden sie aber darüber, ob Smart Bidding mit den richtigen Daten arbeitet und ob Sie den Zahlen im Konto trauen können. In vielen Konten finden wir hier die größten Hebel, noch bevor es um Anzeigentexte oder neue Kampagnen geht.

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    Wie steht es um Ihr Konto?

    Im Erstgespräch gehen wir diese sechs Punkte mit Ihnen gemeinsam durch und zeigen, wo bei Ihnen das größte Potenzial liegt.

    Moritz HelmstreitLukas JordanSergio Kohlbacher

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    Google-Ads-Agentur aus Salzburg, seit über 10 Jahren auf bezahlte Suche spezialisiert.

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  • ChatGPT Ads: Unsere Zahlen nach acht Wochen

    ChatGPT Ads · Praxisbericht

    ChatGPT Ads: Unsere Zahlen nach acht Wochen.

    Seit 01.09.2026 schalten wir eigene Anzeigen in ChatGPT, mit eigenem Budget und Ziel Österreich. Hier sind die Zahlen, ungeschönt: was gut lief, was nicht, und was wir daraus ableiten.

    29.10.2026Lesezeit 6 MinutenVon SEMSEA
    CHATGPT ADS · PRAXISBERICHT 8 Wochen, eigenes Budget. 01.09. bis 28.10.2026 · Österreich Ø Klickpreis je Phase 2,64 € 1,95 € Phase 1 Phase 2
    Inhalt

    Werbung in ChatGPT ist neu, und entsprechend viel wird darüber geschrieben. Belastbare Zahlen aus Österreich gibt es kaum. Deshalb testen wir den Kanal zuerst mit unserem eigenen Geld, bevor wir ihn Kunden empfehlen.

    Dieser Bericht umfasst den Zeitraum 01.09. bis 28.10.2026. Alle Werte stammen aus dem OpenAI Ads Manager und aus Google Analytics 4. Wir zeigen sie so, wie sie sind, auch dort, wo sie nicht gut aussehen.

    171.375Impressionen
    1.196Klicks
    0,70 %Klickrate
    2,54 ۯ Klickpreis
    3.039,43 €Kosten gesamt
    2Anfragen (Leads)

    Zeitraum 01.09. bis 28.10.2026, Quelle: OpenAI Ads Manager. Leads: Conversion „Lead Created“ (Klick 30 Tage, View 1 Tag).

    01

    So haben wir den Test aufgesetzt.

    Eine Kampagne, ausgerichtet auf Österreich, Tagesbudget 50,00 €, abgerechnet pro Klick. Statt Keywords arbeitet ChatGPT Ads mit Kontext-Hinweisen: Wir beschreiben in Sätzen, in welchen Gesprächen unsere Anzeige passen soll, etwa wenn jemand eine Google-Ads-Agentur sucht, die Betreuung auslagern möchte oder wissen will, wie Werbung in ChatGPT funktioniert.

    Gemessen wird über den OpenAI-Pixel, eingebunden über den Google Tag Manager und nur nach Einwilligung. Als Ziel zählt eine echte Anfrage über das Kontaktformular. Klicks auf den Kontakt-Button und auf die Telefonnummer erfassen wir zusätzlich als Soft-Signale. Die Anzeigen führen auf eine eigene Landingpage zu ChatGPT Ads.

    Unser Setup
    • Eine Kampagne, Österreich, 50,00 € Tagesbudget, Gebot auf Klicks
    • Anzeigengruppen mit Kontext-Hinweisen statt Keywords
    • OpenAI-Pixel über den Google Tag Manager, nur mit Einwilligung
    • Ziel-Conversion: Anfrage über das Kontaktformular
    02

    Die Zahlen in zwei Phasen.

    Nach rund sechs Wochen haben wir die Gebotsstrategie umgestellt. Deshalb zeigen wir die Zahlen getrennt nach Phasen.

    KennzahlPhase 1
    01.09.–14.10.
    Phase 2
    15.10.–28.10.
    GebotsstrategieKlicks maximierenfixes Maximalgebot
    Impressionen146.41624.959
    Klicks1.019177
    Klickrate0,70 %0,71 %
    Ø Klickpreis2,64 €1,95 €
    Kosten2.694,73 €344,70 €
    Leads02

    Quelle: OpenAI Ads Manager, Werte je Phase aus den Tageswerten summiert.

    Ø KLICKPREIS 2,64 € · Phase 1 1,95 € · Phase 2 KLICKRATE (CTR) 0,70 % · Phase 1 0,71 % · Phase 2
    Phase 1: 01.09. bis 14.10.2026, Gebotsstrategie „Klicks maximieren“. Phase 2: 15.10. bis 28.10.2026, fixe Maximalgebote von 2,00 € und 2,50 €. Quelle: OpenAI Ads Manager.
    03

    Automatische Gebote waren zu teuer.

    In Phase 1 lief die Kampagne mit „Klicks maximieren“. Das System hat das Budget zuverlässig ausgegeben, der Klickpreis schwankte aber stark: An einzelnen Tagen lag er über 4,00 €, am teuersten Tag bei 6,15 €. Im Schnitt kostete ein Klick 2,64 €.

    Seit 15.10.2026 arbeiten wir mit fixen Maximalgeboten von 2,00 € und 2,50 € und mit enger formulierten Kontext-Hinweisen. Der Klickpreis liegt seither bei 1,95 €, das sind rund 26 % weniger. Die Klickrate ist mit 0,71 % praktisch gleich geblieben. Der Preis für die geringeren Kosten: weniger Reichweite. Die Kampagne gibt seither nur rund die Hälfte des Tagesbudgets aus.

    Was wir daraus mitnehmen
    • Bei einem jungen Kanal mit wenig Daten lieber selbst ein Maximalgebot setzen
    • Kontext-Hinweise konkret formulieren, so wie echte Fragen klingen
    • Klickpreis in den ersten Wochen täglich prüfen, nicht nur im Monatsschnitt
    04

    Klicks sind nicht gleich Besuche.

    OpenAI meldet für den Zeitraum 1.196 Klicks. In Google Analytics 4 kommen im selben Zeitraum 275 Sitzungen mit der Quelle ChatGPT an, also rund 23 %. Ein Teil der Lücke erklärt sich dadurch, dass GA4 bei uns nur nach Einwilligung misst. Wie sich der Rest auf Absprünge vor dem Laden der Seite und andere Gründe verteilt, können wir mit unseren Daten nicht sauber trennen.

    Deutlich ist dagegen das Gerät: 219 der 275 Sitzungen kamen vom Smartphone. Dort lag die Interaktionsrate bei 23 %, am Desktop bei 59 %. Wer aus ChatGPT am Handy auf eine Website tippt, ist offenbar oft nur kurz da.

    Quelle: Google Analytics 4, Sitzungsquelle „chatgpt“, 01.09. bis 28.10.2026.

    Was wir daraus mitnehmen
    • Landingpage für das Handy bauen: kurz, schnell, mit einem klaren nächsten Schritt
    • Klickzahlen aus OpenAI nicht 1:1 mit GA4-Sitzungen vergleichen
    • Consent-Rate kennen, bevor man Kanäle über GA4 bewertet
    05

    Zwei Leads, und warum das noch kein Urteil ist.

    Über den gesamten Zeitraum hat die Kampagne zwei Anfragen gebracht, beide in Phase 2. Rechnerisch ergibt das 1.519,70 € pro Lead über alle acht Wochen. Das ist zu viel, und wir schreiben das so hin.

    Gleichzeitig sind zwei Leads zu wenig, um daraus mehr abzuleiten. Während des Tests haben wir neben den Geboten auch Anzeigen und Tracking angepasst. Welcher Schritt wie viel beigetragen hat, lässt sich bei so kleinen Zahlen nicht sagen. Zusätzlich hat GA4 aus dem ChatGPT-Traffic 13 Klicks auf den Kontakt-Button gemessen. Die nutzen wir als Hinweis auf Interesse, nicht als Erfolg.

    Was wir daraus mitnehmen
    • Für einen neuen Kanal ein Testbudget und einen festen Zeitraum vorab festlegen
    • Soft-Signale messen, aber Erfolg nur an echten Anfragen festmachen
    • Immer nur eine Stellschraube auf einmal ändern, wenn das Budget klein ist
    06

    Unser Zwischenfazit.

    ChatGPT Ads liefern in Österreich bereits nennenswerte Reichweite: über 170.000 Impressionen in acht Wochen mit 50,00 € Tagesbudget. Mit fixen Geboten liegt der Klickpreis unter 2,00 €. Ob daraus wirtschaftlich Anfragen werden, ist für uns noch offen.

    Wir testen weiter, mit fixen Geboten, einer stärker auf das Handy ausgerichteten Landingpage und klarem Fokus auf echte Anfragen. Diesen Bericht aktualisieren wir, sobald genug Daten für eine belastbare Aussage vorliegen.

    Für wen sich ein Test jetzt lohnt
    • Ihre Kunden recherchieren vor dem Kauf ausführlich und vergleichen Anbieter
    • Tracking mit Consent und eine mobile Landingpage stehen bereits
    • Sie können ein Testbudget über mehrere Wochen einplanen, ohne sofort Ergebnisse zu brauchen
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    ChatGPT Ads für Ihr Unternehmen?

    Im Erstgespräch zeigen wir Ihnen, was wir aus unserem eigenen Test gelernt haben, und schätzen ehrlich ein, ob sich ein Test für Sie lohnt.

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